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Acting Out (Demo)

  • Autorenbild: Jana
    Jana
  • 11. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Die Idee hinter „Acting Out“ klingt zunächst unglaublich kreativ: Gemeinsam mit Freunden schlüpft man in verschiedene Rollen, spricht Dialoge ein und dreht quasi seinen eigenen kleinen Film. Allein dieses Konzept hebt sich deutlich von vielen anderen Multiplayer-Spielen ab. In der aktuellen Demo zeigt sich allerdings auch, dass zwischen einer originellen Idee und einem wirklich unterhaltsamen Spiel noch ein spürbarer Unterschied liegt.


Lustige Grundidee, aber wenig echtes Gameplay


Der größte Pluspunkt der Demo ist ohne Frage das ungewöhnliche Konzept. Statt zu kämpfen, zu bauen oder Rätsel zu lösen, geht es hier darum, Filmszenen nachzuspielen und möglichst überzeugend oder absichtlich chaotisch zu performen. Das kann mit den richtigen Freunden durchaus für einige lustige Momente sorgen.



Das Problem ist jedoch, dass die eigentliche Spielmechanik recht schnell an ihre Grenzen stößt. Nach dem ersten „Das ist ja eine coole Idee!“-Moment merkt man, dass spielerisch nicht besonders viel passiert. Vieles lebt ausschließlich von den Mitspielern. Sind diese nicht kreativ oder gut gelaunt, fällt ein großer Teil des Unterhaltungswerts sofort weg.


Eher Party-Gag als vollwertiges Spiel


Während andere Koop-Spiele langfristig neue Herausforderungen, Mechaniken oder Fortschrittssysteme bieten, wirkt die Demo von „Acting Out“ eher wie ein einmaliger Party-Gag. Man probiert das Konzept aus, lacht vielleicht über einige absurde Szenen und hat danach bereits das Gefühl, alles Wesentliche gesehen zu haben.


Gerade als Einzelspieler verliert das Ganze zusätzlich an Reiz. Das Spiel ist stark darauf angewiesen, dass mehrere Personen aktiv mitmachen und sich auf das Rollenspiel einlassen. Ohne diese Dynamik bleibt nicht viel übrig.



Technisch noch etwas roh


Da es sich nur um eine Demo handelt, darf man technische Unsauberkeiten natürlich nicht überbewerten. Trotzdem merkt man dem Spiel an einigen Stellen an, dass noch Feinschliff fehlt.


Auch die Präsentation wirkt momentan noch eher funktional als wirklich hochwertig oder gar cineastisch. Für ein Spiel, das sich um Filmproduktion dreht, hätte man sich etwas mehr Atmosphäre und Inszenierung gewünscht.


Das Konzept trägt die Demo – mehr noch nicht


Der größte Kritikpunkt ist letztlich, dass die Demo fast ausschließlich von ihrer Grundidee lebt. Sobald der Neuheitsfaktor nachlässt, zeigt sich, dass aktuell noch zu wenig Tiefe vorhanden ist, um langfristig zu motivieren. Viele Spieler werden vermutlich nach einer kurzen Session bereits alles erlebt haben, was die Demo aktuell zu bieten hat.


Natürlich besteht die Chance, dass die Vollversion deutlich mehr Inhalte, Szenarien und kreative Möglichkeiten liefert. In ihrem jetzigen Zustand wirkt die Demo jedoch eher wie ein interessanter Prototyp als wie ein Spiel, das bereits sein volles Potenzial ausschöpft.



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