Traders Life Together (PC)
- Jana

- 29. Aug.
- 3 Min. Lesezeit

Ein eigenes Geschäft eröffnen, Waren einkaufen, Regale befüllen und mit jedem Verkauf ein kleines Stück größer werden: „Traders Life Together“ greift das mittlerweile sehr beliebte Konzept der Supermarkt-Simulationen auf, erweitert es jedoch um eine offene Spielwelt, Lebenssimulation und vor allem einen Koop-Modus.
Entwickelt und veröffentlicht wurde das Spiel von DNA ARMY GAMING. In „Traders Life Together“ übernehmen wir einen kleinen Laden und versuchen, daraus Schritt für Schritt ein erfolgreiches Geschäft zu machen.
Selbst einkaufen statt einfach bestellen
Eine der interessantesten Besonderheiten ist die Warenbeschaffung. Während wir in vielen vergleichbaren Spielen Produkte einfach über einen Computer bestellen, müssen wir hier tatsächlich selbst zu verschiedenen Händlern fahren.
Lebensmittel, Gemüse, Fleisch, Elektronik, Spielzeug, Schuhe und zahlreiche weitere Produkte warten darauf, von uns eingekauft und zum eigenen Geschäft transportiert zu werden. Insgesamt stehen mehr als 300 unterschiedliche Waren zur Verfügung.
Dabei ändern sich die Preise regelmäßig. Es kann sich somit durchaus lohnen, verschiedene Produkte besonders günstig einzukaufen und erst anschließend mit entsprechender Gewinnspanne weiterzuverkaufen.

Das Wirtschaftssystem bleibt zwar relativ einfach, sorgt aber dafür, dass wir nicht vollkommen gedankenlos immer wieder dieselben Waren kaufen. Zurück im eigenen Geschäft werden die Einkäufe ausgeladen, die Regale aufgefüllt und anschließend verkauft. Der daraus entstehende Kreislauf ist typisch für dieses Genre und schafft schnell die bekannte „nur noch eine Lieferung“-Motivation.
Der eigene Laden wächst
Das verdiente Geld können wir anschließend direkt wieder in unser Geschäft investieren.
Neue Regale und Möbel schaffen zusätzliche Verkaufsfläche, während verschiedene Dekorationen den Laden etwas individueller gestalten. Auch die Verkaufsfläche selbst lässt sich erweitern.
Zusätzlich spielt die Reputation unseres Geschäfts eine Rolle. Je erfolgreicher wir werden, desto mehr Kunden besuchen unseren Laden und kaufen entsprechend größere Mengen ein.
Dadurch entsteht ein angenehm motivierender Fortschritt. Besonders zu Beginn ist praktisch jede neue Anschaffung sichtbar und man bekommt schnell das Gefühl, tatsächlich aus einem kleinen Geschäft langsam einen größeren Laden entstehen zu lassen.
Allerdings kann sich der Fortschritt später etwas ziehen. Wer möglichst schnell große Summen verdienen und ständig neue Erweiterungen freischalten möchte, benötigt daher etwas Geduld.
Gemeinsam macht der Handel mehr Spaß
Die größte Besonderheit ist allerdings der Koop-Modus.
„Traders Life Together“ kann gemeinsam mit Freunden gespielt werden. Dadurch lassen sich die zahlreichen Aufgaben sinnvoll verteilen. Während ein Spieler beispielsweise neue Waren besorgt, können sich andere bereits um Regale, Kunden oder die weitere Gestaltung des Geschäfts kümmern.

Gerade dadurch macht das eigentlich recht repetitive Spielprinzip deutlich mehr Spaß.
Statt alleine ständig zwischen Händler und Geschäft hin und her zu fahren, arbeitet man gemeinsam am nächsten großen Ziel. Besonders mit einem größeren Laden entwickelt sich daraus schnell ein durchaus unterhaltsames kleines Wirtschaftsunternehmen.
Natürlich lässt sich das Spiel auch alleine spielen. Seine größte Stärke entfaltet „Traders Life Together“ unserer Meinung nach allerdings eindeutig gemeinsam mit Freunden.
Mehr als nur ein Supermarkt
Neben dem eigentlichen Laden versucht das Spiel zusätzlich, Elemente einer Lebenssimulation einzubauen.
Wir können verschiedene Fahrzeuge erwerben, unser Zuhause einrichten und müssen uns teilweise auch um die Bedürfnisse unserer Spielfigur kümmern. Zusätzlich gibt es einen Tag-Nacht-Zyklus und verschiedene NPCs innerhalb der Spielwelt.
Diese zusätzlichen Mechaniken sorgen zwar für Abwechslung, wirken teilweise allerdings etwas oberflächlich.
Genau hier liegt gleichzeitig eine der Schwächen von „Traders Life Together“. Das Spiel möchte Supermarkt-Simulator, Wirtschaftsspiel, Lebenssimulation und teilweise sogar Survival-Spiel gleichzeitig sein.

Das sorgt zwar für zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten, verhindert allerdings auch, dass einzelne Systeme besonders tief ausgearbeitet sind.
Etwas mehr Konzentration auf den eigentlichen Handel und den Ausbau des Geschäfts hätte dem Spiel daher durchaus gutgetan.
Technisch eher zweckmäßig
Grafisch sollte man ebenfalls keine großen Erwartungen haben.
„Traders Life Together“ präsentiert sich optisch relativ einfach. Geschäfte, Waren und Fahrzeuge sind ausreichend detailliert, die Spielwelt wirkt allerdings stellenweise etwas leer und steril.
Auch Animationen und NPCs könnten mehr Abwechslung vertragen.
Für eine Simulation dieser Art ist das jedoch kein großes Problem. Der Reiz entsteht schließlich weniger durch beeindruckende Grafik als durch den Ausbau des eigenen Geschäfts und den gemeinsamen Handel.
Technisch gibt es ebenfalls noch kleinere Ecken und Kanten. Insgesamt funktioniert das Grundprinzip allerdings solide und gerade das freie Platzieren von Waren und Einrichtung bietet ausreichend Möglichkeiten, den eigenen Laden individuell zu gestalten.

Gemeinsam handeln macht überraschend Spaß |





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