Monster Shop Simulator (PC)

Ein eigener Laden für magische Eier und fantastische Kreaturen klingt zunächst nach einer netten Abwechslung zum mittlerweile großen Angebot an Shop-Simulatoren. „Monster Shop Simulator“ lässt uns genau das tun: Wir kaufen Eier, stellen sie in die Regale, verkaufen sie an Kunden und können die geschlüpften Monster anschließend ebenfalls anbieten. Dazu kommen Mitarbeiter, Dekorationen, ein Garten und Käfigkämpfe.
Die Grundidee funktioniert und ist schnell verstanden. Allerdings zeigt sich ebenso schnell, dass hinter dem niedlichen Monster-Thema spielerisch deutlich weniger steckt, als man zunächst erwarten könnte.
Schnell durchschaut
Der grundlegende Spielablauf besteht hauptsächlich aus Einkaufen, Einräumen und Verkaufen. Später kommen das Ausbrüten der Eier und die Monster hinzu.
Gerade die Monster hätten das Potenzial, dem bekannten Shop-Simulator-Konzept eine eigene Identität zu verleihen. Tatsächlich fühlt sich vieles aber weiterhin wie ein gewöhnlicher Laden-Simulator an, bei dem einfach Monster statt anderer Waren verkauft werden. Auch die Auswahl an unterschiedlichen Produkten bleibt überschaubar.
Wenig Motivation zum Weiterspielen
Das größte Problem ist deshalb der Umfang. Bereits nach wenigen Spielstunden hat man einen großen Teil der verfügbaren Möglichkeiten gesehen. Die Erweiterung des Geschäfts und das Einstellen von Mitarbeitern sorgen zwar für Fortschritt, verändern den eigentlichen Spielablauf aber nur wenig.
Auch das Wirtschaftssystem wirkt nicht besonders anspruchsvoll. Preise lassen sich festlegen, doch laut mehreren Spielerberichten reagieren Kunden teilweise kaum auf unrealistisch hohe Preise. Dadurch verliert das Management des eigenen Geschäfts einen wichtigen Teil seines strategischen Reizes.
Technische Probleme
Zusätzlich kämpft „Monster Shop Simulator“ mit verschiedenen Fehlern. Besonders ärgerlich sind Situationen, in denen Kunden an der Kasse stecken bleiben und dadurch eine komplette Transaktion blockieren. Teilweise kann man dadurch weder den Verkauf abschließen noch den Arbeitstag beenden.
Solche Probleme sind bei einem frisch veröffentlichten Spiel zwar durch Updates behebbar, zum aktuellen Zeitpunkt beeinträchtigen sie den Spielfluss jedoch deutlich.
Hübsch, aber nicht besonders ausgereift
Optisch setzt das Spiel auf einen bunten, stilisierten Look mit Anime-Anleihen. Die Monster sind dabei durchaus charmant gestaltet. Bei Charaktermodellen, Animationen und Beleuchtung wirkt die Präsentation allerdings deutlich weniger überzeugend. Auch die Bewegungen der Kunden fallen teilweise ungewöhnlich steif aus.
Hinzu kommt, dass die Entwickler offenlegen, dass unter anderem die Bilder beim Öffnen der Eier und die Grafiken des Tagesberichts mithilfe generativer KI erstellt wurden.
Gute Grundlage, zu wenig Spiel
„Monster Shop Simulator“ ist kein völlig misslungenes Spiel. Der Einstieg funktioniert, das Monster-Thema ist sympathisch und die grundlegende Shop-Mechanik kann durchaus für ein paar entspannte Stunden unterhalten. Vor allem der günstige Preis macht die geringe Komplexität etwas leichter verschmerzbar.
Für eine langfristig motivierende Simulation fehlt es aber an Tiefe, Abwechslung und einem überzeugenden Fortschrittssystem. Dazu kommen technische Probleme, die gerade bei längeren Spielständen unangenehm werden können.




Kommentare