Crave New World (Demo)


Was wäre, wenn man ein Getränk entwickeln könnte, das nicht einfach nur gut schmeckt, sondern die Menschen regelrecht abhängig macht? Genau hier setzt „Crave New World“ an. Die Strategiesimulation von World Map Tycoon verbindet Produktentwicklung, Ressourcenmanagement und globale Expansion mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor. Das Ziel ist dabei durchaus makaber: 80 Prozent der Weltbevölkerung sollen vom eigenen Getränk abhängig werden, bevor die Behörden dem Treiben ein Ende setzen.
Die richtige Mischung macht den Unterschied
Zu Beginn steht eine einfache Rezeptur zur Verfügung. Im Labor lassen sich verschiedene Substanzen miteinander kombinieren und in Reaktoren verarbeiten. Dabei beeinflussen die einzelnen Bestandteile unterschiedliche Eigenschaften des Getränks. Manche erhöhen die Attraktivität, andere verstärken die Abhängigkeit oder sorgen für eine schnellere Verbreitung.
Das System soll dabei nicht auf ein festgelegtes Rezept beschränkt sein. Stattdessen gilt es herauszufinden, welche Kombinationen für die jeweilige Situation am sinnvollsten sind. Der Markt verändert sich bei jedem Durchlauf, wodurch auch die verfügbaren Substanzen und damit die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung variieren.

Vom kleinen Vertrieb zum globalen Geschäft
Die Entwicklung des Getränks ist allerdings nur ein Teil des Spiels. Anschließend muss das Produkt auch an die Konsumenten gebracht werden. Neue Vertriebswege werden Land für Land erschlossen, wobei die Expansion Ressourcen kostet und entsprechend geplant werden will.
Als zentrale Ressource dient dabei „Thirst“. Je größer die Nachfrage ausfällt, desto mehr davon steht zur Verfügung, um wiederum in die Produktion und weitere Expansion zu investieren. Auf der Weltkarte lässt sich beobachten, wie sich das Getränk ausbreitet und immer mehr Menschen erreicht.
Nicht nur die Konkurrenz schaut zu
Je erfolgreicher das Unternehmen wird, desto größer werden allerdings auch die Probleme. Das Spiel arbeitet mit einem „Heat“-System, das den Druck von außen abbildet. Negative Ereignisse können beispielsweise durch öffentliche Aufmerksamkeit, Probleme mit Vertriebspartnern oder andere Zwischenfälle entstehen.
Hier muss abgewogen werden, ob man ein Problem finanziell löst, einen Rückschlag hinnimmt oder die Expansion einfach weiter vorantreibt. Steigt „Heat“ auf den Wert 10, wird der Betrieb beendet. Gleichzeitig kann eine höhere Giftigkeit zwar kurzfristige Vorteile bringen, aber auch schwerwiegende Konsequenzen verursachen.

Echtzeit mit strategischer Pause
Spielerisch setzt „Crave New World“ auf Echtzeit, bietet aber jederzeit die Möglichkeit, das Geschehen anzuhalten oder die Geschwindigkeit anzupassen. Dadurch soll genügend Raum bleiben, um die Rezeptur zu verändern, neue Substanzen einzukaufen, Vertriebswege zu planen und auf Ereignisse zu reagieren.
Die Präsentation bleibt dabei bewusst übersichtlich und setzt auf eine 2D-Darstellung. Statt spektakulärer Grafik steht somit klar das Management der eigenen, zunehmend fragwürdigen Getränkemarke im Mittelpunkt.
Satire mit ungewöhnlichem Szenario
Interessant ist vor allem die Kombination aus klassischer Wirtschaftssimulation und einem ausgesprochen ungewöhnlichen Szenario. „Crave New World“ nimmt die Mechanismen hinter Konsum, Abhängigkeit und globaler Expansion auf und verpackt sie in ein Strategiespiel, das seine makabere Prämisse durchaus ernst genug nimmt, um daraus spielerische Systeme zu entwickeln.
Wie abwechslungsreich das Konzept über längere Zeit funktioniert, muss allerdings noch die Vollversion zeigen. Die derzeit verfügbare Demo beschränkt sich auf das erste Szenario und erlaubt lediglich zwei Durchläufe mit insgesamt ungefähr einer Stunde Spielzeit. Die Vollversion soll hingegen drei unterschiedliche Szenario-Modi bieten.





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