Italian Pizza Simulator (PC)
- Jana

- vor 4 Tagen
- 3 Min. Lesezeit

Pizza gehört vermutlich zu den Gerichten, bei denen fast jeder sofort eine Meinung dazu hat, was auf den Teig gehört und was dort definitiv nichts verloren hat. „Italian Pizza Simulator“ geht noch einen Schritt weiter und lässt uns gleich selbst zum Pizzaiolo werden. Dabei beschränkt sich das Spiel nicht darauf, Zutaten auf einen fertigen Boden zu werfen. Vom Schneiden der Zutaten über das Ausrollen des Teigs bis hin zum Backen im Holzofen müssen wir zahlreiche Arbeitsschritte selbst übernehmen.
Zurück in Omas Pizzeria
Auch wenn bei einer Simulation dieser Art natürlich das eigentliche Gameplay im Mittelpunkt steht, gibt es zumindest eine kleine Hintergrundgeschichte. Wir kehren nach längerer Abwesenheit in ein kleines Dorf in der Toskana zurück. Früher gehörte die örtliche Pizzeria unserer Großmutter und war ein wichtiger Treffpunkt für die Bewohner. Mittlerweile ist davon allerdings nicht mehr viel übrig. Unsere Aufgabe besteht darin, die Pizzeria wieder zum Leben zu erwecken und den Bewohnern endlich wieder ordentliche Pizza zu servieren.

Die Geschichte bleibt dabei bewusst im Hintergrund. Trotzdem gibt sie unserem Tun etwas mehr Sinn, als einfach nur möglichst viele Bestellungen abzuarbeiten. Vor allem das italienische Dorf und die Umgebung sorgen für eine angenehm gemütliche Stimmung. „Italian Pizza Simulator“ möchte keine hektische Restaurant-Simulation sein, sondern vermittelt über weite Strecken genau dieses entspannte Gefühl, das man von einem gemütlichen kleinen Lokal irgendwo in der Toskana erwarten würde.
Pizza bedeutet Handarbeit
Das Herzstück ist natürlich die Zubereitung der Pizza. Und hier überrascht das Spiel durchaus mit seinem Detailgrad. Zutaten müssen vorbereitet, geschnitten und portioniert werden. Anschließend rollen wir den Teig mit einem Nudelholz aus, verteilen die Sauce mit einem Holzlöffel und kümmern uns um den gewünschten Belag. Danach wandert unsere Kreation in Omas traditionellen Holzofen.
Gerade diese vielen kleinen Arbeitsschritte sorgen dafür, dass sich die Zubereitung tatsächlich nach mehr anfühlt als nach dem simplen Zusammenklicken eines Rezepts.
Wir müssen uns mit den einzelnen Zutaten beschäftigen und bekommen mit zunehmender Spielzeit immer mehr Routine. Anfänglich dauert eine Bestellung noch vergleichsweise lange, später gehen viele Handgriffe beinahe automatisch von der Hand.
Dabei können wir unsere Pizza auch optisch relativ frei gestalten. Wie Sauce und Belag verteilt werden, liegt weitgehend bei uns. Das Spiel überprüft anschließend jedoch durchaus, ob wir die Bestellung des Kunden korrekt umgesetzt haben.
Perfektion ist also nicht vollkommen unwichtig.

Die Kunden werden anspruchsvoller
Natürlich backen wir die Pizza nicht nur zum eigenen Vergnügen. Die Bewohner des Dorfes besuchen unsere Pizzeria und geben verschiedene Bestellungen auf. Je besser unser Ruf als Pizzaiolo wird, desto mehr Gäste werden auf uns aufmerksam. Gleichzeitig steigen allerdings auch ihre Erwartungen. Dadurch entsteht ein angenehm einfacher Fortschrittskreislauf.
Wir nehmen Bestellungen entgegen, bereiten die gewünschten Pizzen zu und verbessern damit nach und nach unseren Ruf. Neue Aufgaben und Rezepte sorgen dafür, dass der Arbeitsalltag nicht sofort vollkommen zur Routine wird. Die unterschiedlichen Bewohner bringen zusätzlich etwas Persönlichkeit in das Geschehen. Das Spiel versucht nicht, eine hochkomplexe Restaurantsimulation mit Personalplanung, Steuererklärung und wirtschaftlichen Tabellen zu sein. Stattdessen steht das eigentliche Handwerk im Mittelpunkt.
Und genau das funktioniert erstaunlich gut.
Gemütlich, aber manchmal etwas umständlich
So entspannend das Pizza-Backen grundsätzlich sein kann, ganz ohne kleinere Frustmomente kommt „Italian Pizza Simulator“ allerdings nicht aus. Besonders einige Interaktionen benötigen etwas Eingewöhnungszeit. Gegenstände richtig auszurichten oder Zutaten exakt zu verarbeiten funktioniert nicht immer so intuitiv, wie wir es uns wünschen würden. Auch aus der Community gibt es Berichte über schlecht erklärte Arbeitsschritte und etwas umständliche Bedienung.
Gerade am Anfang kann das etwas störend sein, weil man teilweise nicht sofort weiß, ob gerade die eigene Vorgehensweise oder die Steuerung das Problem ist. Positiv ist allerdings, dass die Entwickler bereits kurz nach Veröffentlichung mehrere Updates und kleinere Komfortverbesserungen veröffentlicht haben. Unter anderem wurde auf Feedback zu unnötig häufigen Klicks und fehlendem Platz in der Küche reagiert. Grundsätzlich bleibt die Bedienung also beherrschbar. Ein wenig zusätzlicher Feinschliff würde dem Spiel trotzdem guttun.

Eine Pizzeria mit Persönlichkeit
Neben dem eigentlichen Backen können wir auch Teile unserer Pizzeria anpassen. Schränke und Arbeitsbereiche lassen sich verändern und zahlreiche Dekorationen ermöglichen es, dem Restaurant einen eigenen Stil zu geben. Auch die Verpackung spielt eine Rolle: Selbst die Pizzakartons können individuell gestaltet werden. Das sind keine spielentscheidenden Features, passen aber hervorragend zum gemütlichen Grundkonzept.
Gerade weil man viele Stunden in derselben Küche verbringt, ist es schön, wenn diese nicht dauerhaft vollkommen identisch aussehen muss. Optisch macht „Italian Pizza Simulator“ ohnehin einen sympathischen Eindruck. Die warme italienische Umgebung, die Küche und die Lebensmittel erzeugen eine angenehme Atmosphäre. Technisch darf man zwar kein grafisches Meisterwerk erwarten, für eine Simulation dieser Größe präsentiert sich das Spiel aber durchaus hübsch.

Wirklich charmante Pizza-Simulation |





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