top of page

Crime Scene Cleaner (PC)

  • Autorenbild: Jana
    Jana
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit


„Crime Scene Cleaner“ nimmt eine völlig absurde Grundidee und macht daraus ein überraschend unterhaltsames Spiel. Statt Verbrecher zu jagen oder selbst in Schießereien verwickelt zu sein, übernimmt man hier die Rolle eines Tatortreinigers. Nach brutalen Auseinandersetzungen bleibt Chaos zurück – und genau dieses Chaos muss beseitigt werden.


Blutspuren entfernen, Leichen entsorgen, Möbel austauschen und jeden Hinweis verschwinden lassen: Genau darum dreht sich das Spiel. Was zunächst wie ein reiner Witz klingt, entwickelt sich erstaunlich schnell zu einem motivierenden Gameplay-Loop.



Tatortreinigung mit schwarzem Humor


Das Spiel nimmt sich selbst nicht komplett ernst, schafft aber trotzdem eine angenehm düstere Atmosphäre. Der Kontrast zwischen grausamen Tatorten und fast schon entspannter Reinigungsarbeit sorgt immer wieder für skurrile Momente.


Dabei erinnert „Crime Scene Cleaner“ teilweise an Spiele wie „PowerWash Simulator“, allerdings deutlich makaberer. Statt Schmutz von Häusern zu entfernen, schrubbt man hier Blut von Wänden und versucht, sämtliche Beweise verschwinden zu lassen.


Überraschend motivierendes Gameplay


Gerade das Aufräumen funktioniert besser, als man zunächst erwarten würde. Es entsteht schnell dieser typische „Nur noch kurz fertig machen“-Effekt. Man entdeckt immer wieder kleine Flecken, versteckte Spuren oder Gegenstände, die noch beseitigt werden müssen.

Dazu kommen verschiedene Werkzeuge und Upgrades, wodurch die Arbeit nach und nach effizienter wird. Genau dieser Fortschritt motiviert zusätzlich.


Besonders gelungen ist, dass die Levels nicht einfach nur sterile Räume sind. Viele Tatorte erzählen kleine Geschichten durch ihre Umgebung, was dem Spiel mehr Persönlichkeit verleiht.



Atmosphäre statt Hochglanzgrafik


Grafisch gehört „Crime Scene Cleaner“ nicht zur absoluten Oberklasse, liefert aber genau das ab, was das Spiel benötigt. Die düstere Beleuchtung und die detailreichen Tatorte sorgen dafür, dass die Umgebung glaubwürdig wirkt.


Vor allem die Soundkulisse trägt viel zur Stimmung bei. Das Tropfen von Wasser, dumpfe Geräusche oder das ständige Arbeiten mit Reinigungsgeräten erzeugen fast schon eine merkwürdig beruhigende Atmosphäre – trotz des eigentlich brutalen Szenarios.


Nicht jeder wird den Humor mögen


Der schwarze Humor ist definitiv Geschmackssache. Manche Spieler werden die absurde Idee feiern, andere könnten mit der Thematik wenig anfangen. Gerade weil das Spiel Gewalt nicht direkt zeigt, sondern sich auf das „Danach“ konzentriert, wirkt vieles aber eher skurril als schockierend.



Spielerisch wiederholen sich die Aufgaben mit der Zeit etwas. Wer mit Simulationen oder repetitivem Gameplay generell wenig anfangen kann, dürfte irgendwann Ermüdungserscheinungen spüren.


Ein ungewöhnliches Indie-Spiel mit eigener Identität

„Crime Scene Cleaner“ gehört genau zu den Spielen, die durch ihre ungewöhnliche Idee Aufmerksamkeit erzeugen. Das Konzept klingt verrückt, funktioniert aber erstaunlich gut. Vor allem Fans von Simulatoren und ungewöhnlichen Indie-Projekten dürften hier ihren Spaß haben.


Das Spiel schafft etwas Wichtiges: Es bleibt im Kopf.





Wenn Putzen plötzlich spannend wird



Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page