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Worlds Upon The Wind (PC)

Autorenbild: Jana
Jana
vor 6 Tagen
2 Min. Lesezeit


Roguelite-Deckbuilder verbinden meist Karten mit Kämpfen, Gegnern und stetig steigender Herausforderung. „Worlds Upon The Wind“ schlägt einen anderen Weg ein. Die Welt wurde in Fragmente zerschlagen, und wir versuchen, sie durch Expeditionen, Ressourcenmanagement und den Aufbau von Siedlungen wieder zum Leben zu erwecken.

Das Ergebnis ist ein ungewöhnlich ruhiges Roguelite, das seine Spannung nicht aus Gefechten, sondern aus Planung und Entscheidungen bezieht.


Deckbuilding ohne Schwerter


Das Kartensystem basiert auf sogenannten Glyphen, die miteinander kombiniert werden. Statt Angriffe zu optimieren, gilt es, Ressourcen effizient einzusetzen und die richtigen Karten zur passenden Zeit auszuspielen. Neue Karten, Relikte und Fähigkeiten erweitern die Möglichkeiten im Verlauf der Expeditionen.


Die Mechanik bleibt dabei zugänglich, entwickelt aber genug Tiefe, um zum Experimentieren mit unterschiedlichen Kombinationen einzuladen.



Entspannung als Spielprinzip


Der Verzicht auf Kämpfe und Zeitdruck ist die größte Besonderheit. Man kann in Ruhe überlegen und seine Expeditionen planen, ohne ständig auf einen Countdown oder heranstürmende Gegner reagieren zu müssen. Das macht „Worlds Upon The Wind“ zu einer angenehmen Alternative für alle, denen klassische Roguelites zu hektisch sind.


Eine außergewöhnliche Optik


Visuell hebt sich das Spiel deutlich ab. Die Gestaltung orientiert sich an klassischer japanischer Kunst und verwendet unter anderem Ukiyo-e-Drucke. Dadurch entsteht eine eigenständige, atmosphärische Welt, die sich wohltuend von gewöhnlichen Fantasy-Landschaften unterscheidet.


Musik und Sounddesign unterstützen den ruhigen Charakter und machen die Expeditionen auch abseits der eigentlichen Mechaniken zu einem stimmungsvollen Erlebnis.



Japanische Sprache als Besonderheit


Optional lässt sich das Spiel mit Elementen zum Lernen japanischer Schriftzeichen verbinden. Wer sich für Kanji interessiert, erhält damit eine ungewöhnliche zusätzliche Motivation. Für alle anderen bleibt es eine nette Ergänzung, die nicht zwingend benötigt wird, um das eigentliche Spiel zu genießen.


Ein gelungenes Spiel


„Worlds Upon The Wind“ überzeugt vor allem durch seine klare eigene Identität. Deckbuilding, Ressourcenmanagement und Aufbau verbinden sich mit einer außergewöhnlichen künstlerischen Gestaltung zu einem entschleunigten Spielerlebnis.

Es ist kein Roguelite für Actionfans, sondern eine Alternative für alle, die lieber planen, ausprobieren und eine atmosphärische Welt erkunden. Gerade weil das Spiel auf viele typische Genremechaniken verzichtet, bleibt es angenehm eigenständig.




Ruhig, wunderschön und mit überraschend viel Tiefgang



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