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Trailmarks (PC)

  • Autorenbild: Jana
    Jana
  • 27. Aug.
  • 3 Min. Lesezeit

Einmal um die Welt reisen, fremde Städte entdecken und dabei möglichst wenig Geld ausgeben – in "Trailmarks" wird daraus ein ungewöhnliches Strategie- und Quizspiel. Entwickelt von Trailmarks HQ, verbindet der Titel klassisches Trivia-Gameplay mit Ressourcenmanagement und einer virtuellen Weltreise. Dabei schlüpft man ausgerechnet in die Rolle eines nahezu mittellosen Faktenprüfers und muss sich sein Weiterkommen buchstäblich mit Wissen verdienen.


Mit Wissen einmal um die Welt


Die Ausgangslage von "Trailmarks" ist ebenso simpel wie charmant. Als Faktenprüfer für einen Reiseführer wird man in einer Stadt abgesetzt – allerdings praktisch ohne Geld. Um die Reise fortsetzen zu können, müssen Quizfragen beantwortet und damit die nötigen finanziellen Mittel für Bus, Bahn, Schiff oder Flugzeug verdient werden.


Das große Ziel besteht darin, die Erde zu umrunden. Dabei steht eine Spielwelt mit rund 1.200 realen Städten zur Verfügung. Die Reise ist jedoch keineswegs frei von Hindernissen. Viele Länder müssen zunächst freigeschaltet werden und gleichzeitig wollen Geld, Reisezeit und andere Ressourcen im Auge behalten werden.


Gerade diese Verbindung aus Quizspiel und Reiseplanung macht "Trailmarks" interessant. Eine falsche Entscheidung kann dazu führen, dass plötzlich das Geld für die Weiterreise fehlt oder wertvolle Zeit verloren geht.



Wahr oder falsch?


Die Quizfragen selbst setzen auf ein einfaches Wahr-oder-falsch-Prinzip. Je nach Aufenthaltsort stehen unterschiedliche Themen zur Verfügung, wobei die Fragen speziell auf die jeweiligen Regionen und Städte zugeschnitten sind. Insgesamt wirbt das Spiel mit mehr als 120.000 Fragen aus Bereichen wie Geschichte, Essen, Kunst, Geografie und Natur.

Das funktioniert erstaunlich gut. Gerade weil die Fragen mit den besuchten Orten zusammenhängen, fühlt sich das Quiz nicht wie ein vom restlichen Spiel losgelöster Bestandteil an. Stattdessen entsteht tatsächlich ein kleines Gefühl einer virtuellen Bildungsreise.


Natürlich hat das Wahr-oder-falsch-System auch einen Nachteil: Im Zweifelsfall liegt die Chance auf einen Glückstreffer immerhin bei 50 Prozent. Wer allerdings dauerhaft erfolgreich sein und genügend Geld verdienen möchte, kann sich nicht ausschließlich auf sein Glück verlassen.


Mehr als ein einfaches Quizspiel


Besonders positiv ist, dass "Trailmarks" um seine Quizmechanik herum ein richtiges Spiel aufgebaut hat. Verdientes Geld kann für die Weiterreise verwendet oder in regionale Waren investiert werden. Diese lassen sich andernorts mit Gewinn verkaufen. Allerdings stehen lediglich drei Plätze für mitgeführte Gegenstände zur Verfügung, wodurch man regelmäßig Entscheidungen treffen muss.



Zusätzlich gibt es zehn sogenannte Händler. Bei diesen Figuren verbessert man durch erfolgreich absolvierte Quizze seinen Ruf. Dieser wiederum dient praktisch als Eintrittskarte für weitere Länder. Manche Regionen verlangen die Zustimmung eines bestimmten Handlers, während andere erst zugänglich werden, wenn gleich mehrere Kontakte von den eigenen Fähigkeiten überzeugt wurden.


Dadurch entsteht eine überraschend taktische Komponente. Man reist nicht ausschließlich dorthin, wo man gerade Lust darauf hat, sondern überlegt sich, welche Route langfristig die besten Möglichkeiten eröffnet.


Kein Zeitdruck trotz Ressourcenmanagement

Eine sehr angenehme Entscheidung der Entwickler ist das vollständig rundenbasierte Gameplay. Es gibt keinen Countdown, der während einer Frage oder bei einer wichtigen Reiseentscheidung heruntertickt. Man kann sich Zeit nehmen, über eine Antwort nachdenken und anschließend die nächsten Schritte planen.


Das passt hervorragend zur Grundstimmung des Spiels. "Trailmarks" möchte weniger stressen als vielmehr dazu verleiten, noch eine weitere Stadt zu besuchen und noch ein paar Fragen zu beantworten.


Gleichzeitig bedeutet das aber nicht, dass Zeit unwichtig wäre. Die verfügbaren Urlaubstage sind begrenzt. Eine sichere, aber langsame Route kann deshalb genauso problematisch werden wie eine schnelle Reise, nach der kaum noch Geld übrig ist.



Eine ungewöhnliche Mischung, die funktioniert


Die größte Stärke von "Trailmarks" liegt letztlich darin, dass sich der Titel nur schwer mit einem einzigen Genre beschreiben lässt. Es ist Quizspiel, Reiseabenteuer, Ressourcenmanagement und ein kleines Strategiespiel zugleich.


Dabei sind die einzelnen Systeme für sich genommen nicht sonderlich komplex. Erst das Zusammenspiel macht den Reiz aus. Eine Quizrunde bringt Geld, Geld ermöglicht eine Reise, die neue Stadt bringt andere Fragen und Handelsmöglichkeiten und bessere Beziehungen öffnen schließlich weitere Länder.


Das erzeugt einen angenehm motivierenden Kreislauf. Gleichzeitig können sich die Quizabläufe nach längerer Spielzeit wiederholen. Wer mit Trivia-Spielen grundsätzlich wenig anfangen kann, wird deshalb auch mit den zusätzlichen Managementelementen vermutlich nicht dauerhaft glücklich werden.





Mit viel Wissen, wenig Geld und einer Menge Entdeckergeist einmal um die Welt



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