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Rune Legacy Idle (PC)

  • Autorenbild: Jana
    Jana
  • vor 19 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit


„Rune Legacy Idle“ versucht, klassische Fantasy-Rollenspiel-Elemente mit modernen Idle-Mechaniken zu verbinden. Die Idee dahinter ist reizvoll: Charakterentwicklung, Fortschritt und Loot sollen auch dann weiterlaufen, wenn man gerade nicht aktiv spielt. Gerade für Fans von entspannten Aufbauschleifen klingt das nach einer idealen Kombination aus RPG-Tiefe und geringer Verpflichtung.

 

Motivation am Anfang, Leerlauf danach


Der Einstieg gelingt überraschend gut. Der eigene Held wächst sichtbar, Werte steigen konstant und neue Systeme werden schrittweise freigeschaltet. Dieses frühe Gefühl von Kontrolle und Fortschritt trägt das Spiel jedoch nur begrenzte Zeit. Nach einigen Spielstunden stellt sich Ernüchterung ein, denn viele Abläufe wiederholen sich, ohne wirklich neue spielerische Reize zu setzen. Fortschritt fühlt sich zunehmend mechanisch an, eher wie Abhaken von Routinen als wie ein echtes Abenteuer.


 

Systeme mit Potenzial, aber ohne Tiefgang


Charakterentwicklung, Crafting und Skills sind zwar vorhanden, bleiben aber oft erstaunlich flach. Entscheidungen haben selten spürbare Konsequenzen, wodurch Builds austauschbar wirken. Statt strategischer Planung dominiert ein passives „Laufenlassen“, das dem Spiel zwar seinen Idle-Charakter verleiht, ihm aber gleichzeitig Spannung nimmt. Was nach Tiefe aussieht, entpuppt sich häufig als Zahlenverwaltung ohne emotionale Bindung.

 

Technik als Stolperstein


Besonders kritisch fällt der technische Zustand ins Gewicht. Ein Idle-Game lebt von Zuverlässigkeit, und genau hier zeigt „Rune Legacy Idle“ Schwächen. Bugs, Probleme mit Speicherständen oder inkonsistenter Fortschritt sorgen für Frust und reißen aus der ohnehin fragilen Immersion. Gerade in einem Genre, das auf langfristige Motivation setzt, sind solche Probleme schwer zu verzeihen.


 

Multiplayer ohne echtes Gemeinschaftsgefühl


Der Multiplayer-Aspekt klingt ambitioniert, bleibt aber blass. Zwar existieren Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Spielern, doch sie wirken eher funktional als lebendig. Ein echtes Gefühl von Gemeinschaft oder Zusammenarbeit entsteht selten, was schade ist, da genau hier ein großer Mehrwert gegenüber klassischen Idle-Titeln möglich gewesen wäre.

 

„Rune Legacy Idle“ ist kein Totalausfall, aber auch kein Genre-Highlight. Es eignet sich als Nebenbei-Spiel für geduldige Spieler, die wenig erwarten und gerne Fortschritt beobachten. Wer jedoch ein durchdachtes Idle-RPG mit Tiefe, Stabilität und nachhaltiger Motivation sucht, wird die unausgereiften Systeme und technischen Schwächen schnell bemerken. Das Spiel zeigt deutlich, dass Potenzial vorhanden ist – nur fehlt bislang die Konsequenz, dieses auch vollständig auszuschöpfen.





Gute Idee, halbherzige Umsetzung



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