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Ragnar (PC)

  • Autorenbild: Jana
    Jana
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit


Ragnar ist ein Indie-Action-Roguelike, das seine Inspiration offen aus der nordischen Mythologie schöpft und daraus ein forderndes, kampfbetontes Spielerlebnis formt. Als Spieler begibt man sich auf eine Reise durch verschiedene Reiche der Götterwelt, stets im Schatten von Ragnarök, dem drohenden Weltenuntergang. Schon nach wenigen Minuten wird klar: Dieses Spiel will nicht nur mythologisch aussehen, sondern sich auch so anfühlen – rau, kompromisslos und belohnend für alle, die Durchhaltevermögen mitbringen.


Kämpfe, die Timing und Mut verlangen


Das Herzstück von Ragnar ist sein Kampfsystem. Die Gefechte sind schnell, direkt und verlangen präzises Ausweichen sowie kluges Nutzen der eigenen Fähigkeiten. Unterschiedliche Waffen verändern das Spielgefühl deutlich und laden dazu ein, immer neue Builds auszuprobieren. Gerade in Kombination mit den freischaltbaren Fähigkeiten entsteht ein angenehmer Flow, der jeden Run etwas anders wirken lässt.

Typisch für das Roguelike-Genre beginnt man nach dem Tod zwar wieder von vorne, nimmt aber dauerhafte Verbesserungen mit. Dieser stetige Fortschritt sorgt dafür, dass auch gescheiterte Durchläufe sinnvoll bleiben und motiviert dazu, es „noch einen Run“ zu versuchen – ein Effekt, der Ragnar erstaunlich gut gelingt.



Prozedurale Welten mit rauer Atmosphäre


Die Level sind prozedural aufgebaut, wodurch sich jeder Durchlauf leicht verändert. Räume, Gegnerplatzierungen und Herausforderungen variieren, ohne beliebig zu wirken. Zwar erkennt man mit der Zeit wiederkehrende Muster, doch das Spiel schafft es, genug Abwechslung zu bieten, um Langeweile zu vermeiden.

Atmosphärisch punktet Ragnar vor allem durch sein Setting. Eisige Landschaften, düstere Hallen und mystische Orte vermitteln das Gefühl, tatsächlich durch eine von Göttern und Mythen geprägte Welt zu reisen. Die nordische Thematik ist nicht bloße Kulisse, sondern zieht sich konsequent durch Design, Gegner und Spielmechaniken.


Erzählung zwischen Mythos und Andeutung


Die Geschichte wird eher zurückhaltend erzählt. Statt langer Zwischensequenzen setzt Ragnar auf kurze Dialoge, Begegnungen mit mythologisch inspirierten Figuren und kleine erzählerische Fragmente. Dadurch bleibt vieles bewusst offen und lädt dazu ein, sich die Welt selbst zusammenzudenken.



Präsentation mit Indie-Charme


Grafisch setzt Ragnar auf einen stilisierten Look, der funktional und stimmungsvoll zugleich ist. Effekte sind gut lesbar, Gegner klar erkennbar und das Schlachtfeld bleibt auch in hektischen Momenten übersichtlich. Der Sound untermalt das Geschehen solide: wuchtige Kampfsounds, düstere Klangflächen und zurückhaltende Musik verstärken das Gefühl von Gefahr und Mythos, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.


Early Access mit Potenzial – und Ecken


Da sich Ragnar noch im Early-Access-Stadium befindet, sind kleinere Unsauberkeiten nicht zu übersehen. Der Umfang ist aktuell begrenzt, manche Systeme wirken noch nicht vollständig ausbalanciert und gelegentlich stößt man auf typische Early-Access-Probleme. Gleichzeitig ist aber klar erkennbar, dass hier ein solides Fundament gelegt wurde, auf dem weiter aufgebaut werden kann. Besonders positiv fällt auf, dass das Spielkonzept bereits jetzt gut funktioniert und Spaß macht – eine wichtige Voraussetzung für zukünftige Erweiterungen.






Ein raues Roguelike für Mythologie-Fans



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