top of page

Schaurige Orte an der Ostsee

  • Autorenbild: Jana
    Jana
  • 29. Juni
  • 2 Min. Lesezeit


Mit „Schaurige Orte an der Ostsee“ präsentiert der Gmeiner Verlag eine Anthologie, die zwölf unheimliche Geschichten an zwölf realen Schauplätzen entlang der Ostseeküste von Schleswig über Lübeck bis nach Greifswald vereint. Herausgegeben wurde der Band von Lutz Kreutzer, die einzelnen Geschichten stammen von verschiedenen Autorinnen und Autoren. Gemeinsam ist ihnen die Idee, reale Orte mit düsteren Legenden, historischen Ereignissen und fiktiven Schicksalen zu verbinden.


Dabei reicht die Reise von alten Wikingersagen über geheimnisvolle Moorfunde bis hin zu modernen Schauergeschichten. Die Schauplätze sind nicht frei erfunden, sondern tatsächlich existierende Orte, was den Erzählungen eine zusätzliche Atmosphäre verleiht.


Abwechslungsreiche Geschichten statt klassischer Horror


Wer einen durchgehenden Horrorroman erwartet, sollte seine Erwartungen etwas anpassen. Das Buch lebt von seiner Vielfalt. Manche Geschichten setzen auf klassischen Grusel, andere eher auf Spannung, Mystik oder tragische Schicksale. Dadurch entsteht eine interessante Mischung, die nie eintönig wird.



Gerade diese Vielfalt ist aber gleichzeitig Stärke und kleine Schwäche des Buches. Während einige Erzählungen lange im Gedächtnis bleiben und eine beklemmende Stimmung erzeugen, wirken andere eher wie spannende Regionalgeschichten mit leichtem Gruselfaktor. Das Niveau schwankt naturgemäß etwas, da viele unterschiedliche Schreibstile aufeinandertreffen.


Die Ostsee wird zur Hauptfigur


Besonders gelungen ist die Atmosphäre. Die Autoren schaffen es, die raue Küstenlandschaft, einsame Strände, Moore, alte Klöster und geschichtsträchtige Orte lebendig werden zu lassen. Man merkt schnell, dass die Schauplätze nicht nur Kulisse sind, sondern ein wichtiger Teil der Geschichten.


Gerade Leserinnen und Leser, die die Ostseeküste kennen oder dort Urlaub gemacht haben, dürften viele Orte wiedererkennen und die Geschichten dadurch noch intensiver erleben. Das Buch weckt stellenweise sogar Lust, die beschriebenen Orte selbst zu besuchen – vorausgesetzt, man hat keine Angst vor dunklen Legenden.


Durch die überschaubare Länge der einzelnen Erzählungen eignet sich das Buch zudem hervorragend für Leser, die nicht jeden Abend mehrere Kapitel am Stück lesen möchten.




Atmosphärische Küstengeschichten mit viel Abwechslung



Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page