top of page

Black Gold: Oil Drilling Simulator (PC)

Autorenbild: Jana
Jana
29. Sept.
2 Min. Lesezeit

Öl, Geld und der Wilde Westen des frühen 20. Jahrhunderts: „Black Gold: Oil Drilling Simulator“ verspricht, uns vom einfachen Arbeiter zum erfolgreichen Ölbaron zu machen. Dafür bauen wir Bohrtürme, fördern Rohstoffe, warten Maschinen, stellen Mitarbeiter ein und erweitern unser kleines Unternehmen.


Die Grundidee funktioniert zunächst erstaunlich gut. Gerade die ersten Spielstunden vermitteln ein angenehmes Gefühl von Fortschritt. Aus einer einfachen Anlage entsteht nach und nach ein kleiner Betrieb, neue Gebäude werden freigeschaltet und Verbesserungen machen die Arbeit effizienter.


Viel Holz, wenig Öl


Allerdings dauert es nicht lange, bis sich zeigt, dass der Name des Spiels etwas irreführend ist. Denn ein großer Teil der Spielzeit besteht nicht aus Ölbohrungen, sondern aus Holzfällen, Rohstoffabbau und dem Transport von Materialien.


Wir müssen Bäume fällen, Holz verarbeiten, Metall gewinnen und unsere Maschinen regelmäßig warten. Das gehört grundsätzlich zum Aufbau eines eigenen Betriebs, wird aber schnell zur dominierenden Beschäftigung. Mehrere Spieler kritisieren genau diesen Punkt und beschreiben das Spiel eher als Holz- und Transport-Simulator denn als echte Ölbohr-Simulation.


Automatisierung mit angezogener Handbremse


Eigentlich soll das Spiel im späteren Verlauf immer mehr Arbeit automatisieren. Mitarbeiter und Drohnen übernehmen Aufgaben, während wir uns stärker um das Management kümmern können. Zumindest in der aktuellen Version funktioniert dieser Übergang jedoch nur bedingt.


Die automatisierten Helfer arbeiten teilweise zu langsam oder liefern Ressourcen nicht zuverlässig an die vorgesehenen Stellen. Dadurch bleibt uns auch später einiges an manueller Arbeit erhalten. Ein Patch vom 14. September hat die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Holzfäller-Drohnen bereits verbessert – dass diese Punkte so früh nach Release nachgebessert werden mussten, zeigt allerdings auch, wo derzeit noch Baustellen liegen.


Zu schnell vorbei


Das größte Problem ist jedoch der Umfang. Die Kampagne ist ausgesprochen kurz. Nach etwa drei bis fünf Stunden ist die Kampagne abgeschlossen. Auch die vollständige Sammlung der Erfolge ist teilweise nach rund fünf bis sechs Stunden möglich.


Das ist besonders schade, weil „Black Gold“ gerade am Anfang zeigt, dass aus dem Konzept durchaus mehr hätte werden können. Man möchte seinen Betrieb weiter ausbauen, bessere Technik einsetzen und irgendwann tatsächlich ein großes Ölunternehmen besitzen. Stattdessen ist die Reise vorbei, bevor sich das Gefühl eines echten Wirtschaftsimperiums überhaupt richtig entwickelt.


Atmosphäre mit Macken


Optisch präsentiert sich das Spiel ordentlich und vermittelt mit seinen Maschinen, Bohrtürmen und der Landschaft durchaus das gewünschte historische Flair. Auch die grundlegende Präsentation passt zum Szenario. Allerdings wird die Atmosphäre teilweise durch sehr dunkle und rötliche Beleuchtung getrübt.




Ähnliche Beiträge

Alle ansehen
Net Worthless (Demo)

Studium, Arbeit, Miete und steigende Lebenshaltungskosten: „Net Worthless“ macht aus den alltäglichen finanziellen Herausforderungen eine satirische Lebenssimulation. Statt eine Spielfigur durch eine

 
 
 
Seina: a Tale Of Spirits (Demo)

Manchmal braucht es keine epische Weltrettung, um ein Abenteuer zu erzählen. „Seina: a Tale Of Spirits“ schickt uns als junges Mädchen namens Mika auf die Suche nach ihrer verschwundenen Katze Seina.

 
 
 
Astralis: Dawnblades (PC)

Wer gerne taktische Rollenspiele spielt und seine eigene Gruppe Schritt für Schritt aufbaut, könnte bei „Astralis : Dawnblades“ fündig werden. Statt einen einzelnen Helden durch die Fantasywelt zu sch

 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page