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Therapy Simulator (PC)

  • Autorenbild: Jana
    Jana
  • 11. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit


"Therapy Simulator" wirkt auf den ersten Blick wie ein frischer Ansatz im Indie-Bereich: Man übernimmt die Rolle eines Therapeuten, spricht mit Klienten über ihre Probleme und trifft Entscheidungen, die deren mentale Gesundheit beeinflussen sollen. Die Idee ist mutig und hebt sich deutlich von Genres ab, die man sonst kennt.


Atmosphäre gut, Einstieg stark – aber der Eindruck hält nicht lange


Die ruhige Präsentation, das sanfte Sounddesign und die zurückhaltende Grafik schaffen tatsächlich eine therapeutische Stimmung. Die ersten Sitzungen vermitteln das Gefühl, dass man wirklich Einfluss auf seine Patienten hat und sinnvolle Entscheidungen trifft. Im Laufe des Spiels kann man sich einen Therapiehund und eine Therapiekatze zulegen, ebenso Personla wird verfügbar. Doch je weiter man spielt, desto schneller brechen die Schwächen des Spiels leider durch.



Übersetzungsfehler und Wiederholungen trüben das Erlebnis


Die deutsche Übersetzung ist leider noch fehlerhaft. Es gibt unpassende Formulierungen, grammatikalische Fehler und teilweise Sätze, die offensichtlich direkt aus dem Englischen übernommen wurden.Das reißt einen immer wieder aus der Immersion.

Zusätzlich wiederholen sich die Gespräche sehr schnell. Viele Patienten erzählen nahezu identische Probleme – und noch dazu laufen gefühlt 80 % aller Sitzungen auf das Thema Schlafstörungen hinaus. Das sorgt nach kurzer Zeit für Routine und nimmt dem Spiel seine anfängliche Faszination.


Early-Access-Bugs: von harmlos bis kurios


Wie so viele Early-Access-Titel kämpft Therapy Simulator noch mit technischen Problemen. Manche sind klein, andere wiederum wirken unfreiwillig komisch – etwa Patienten, die während der Sitzung plötzlich verschwinden oder im Stuhl „stecken bleiben“.Auch Dialogtrigger funktionieren nicht immer zuverlässig, wodurch Sessions abrupt enden oder gar nicht richtig starten. Diese Bugs stören den Spielfluss und machen deutlich, dass der Titel noch weit von einer finalen Version entfernt ist.



Gute Idee, aber das Gameplay bleibt zu flach


Das Grundprinzip ist interessant, doch die tatsächlichen Entscheidungen haben oft nur geringe Auswirkungen. Viele Antworten wirken austauschbar, und echte therapeutische Tiefe fehlt. Statt emotionaler Entwicklung fühlt sich vieles wie ein wiederholendes Multiple-Choice-System an, das nur selten echte Variation bietet. Wer ein ruhiges, dialogbasiertes Erlebnis sucht und Early Access mit seinen Schwächen akzeptiert, kann hier nämlich trotzdem schon einen interessanten Ansatz finden.


Therapy Simulator ist ein kreativer Versuch, psychologische Themen spielerisch erfahrbar zu machen, scheitert aber aktuell an Wiederholungen, Übersetzungsfehlern und mehreren Bugs. Die Idee hat Potenzial, doch im jetzigen Zustand entsteht zu oft Langeweile – besonders, weil fast alle Probleme der Patienten in dieselbe Richtung gehen.

Wenn die Entwickler an Dialogvielfalt, Stabilität und Übersetzung arbeiten, könnte daraus ein wirklich gutes Spiel werden. Im Moment ist es jedoch eher ein interessantes Experiment als eine empfehlenswerte Simulation.




Gute Idee, aber das Gameplay bleibt im Early Access leider noch zu flach






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