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The Game is on

  • Autorenbild: Jana
    Jana
  • 8. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit


Die Unterhaltungsbranche hat so einiges zu bieten: Filme, Musik, Bücher – und natürlich Games! Dennoch werden Gamer oft noch belächelt. Viele glauben, Gaming mache „dumm“ oder sei reine Zeitverschwendung. Doch wie viel ist da wirklich dran? Und ist Gaming nicht vielleicht eine Möglichkeit, gewisse Fähigkeiten zu fördern?


Gaming-Technologie neu gedacht


Die österreichische Informatikerin Johanna Pirker zeigt in ihrem Buch „The Game is on – Wie Gaming unsere Welt revolutioniert“, welches enorme Potenzial in der Gaming-Technologie steckt – für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Werk richtet sich an Gamer ebenso wie an alle, die bisher wenig mit Spielen zu tun hatten.

Die Autorin macht klar, dass Videospiele längst nicht mehr nur Zeitvertreib für Jugendliche sind, sondern Impulsgeber für Gesellschaft, Technologie, Bildung und Kultur. Sie verbindet persönliche Erfahrungen aus der Spieleentwicklung, wissenschaftliche Erkenntnisse und gesellschaftliche Trendanalysen – und ruft dazu auf, Vorurteile gegenüber Gaming zu überwinden. Ihre persönliche Biografie – vom Gaming als Kind über ihre Karriere als Informatikerin und Spieleforscherin – dient dabei als roter Faden: Sie verbindet eigene Erfahrungen mit wissenschaftlichen Befunden und gesellschaftlichen Entwicklungen.

Das Werk ist in vier Teile gegliedert: Play, Create, Rethink und Reflect. Es beleuchtet Themen wie Spiele als Kunst- und Kulturgut, die Kunst, Welten zu erschaffen, technologische Innovationen, aber auch die „dunkle Seite“ der Spielindustrie.


Videospiele als Impulsgeber für Bildung und Kultur


Trotz der Wissenschaftlichkeit des Themas bleibt der Ton durchweg leserfreundlich – Pirker schafft es, komplexe Zusammenhänge klar und nachvollziehbar zu vermitteln. Themen wie Gamification im Lernen, die Digitalisierung der Gesellschaft oder Innovationspotenziale durch Spiele sind hochaktuell. Dass die Autorin ihre eigene Geschichte einbringt, macht das Buch lebendig und glaubwürdig und vor allem weniger trocken als ein reines Fachbuch. Anstatt sich nur auf Spielmechanik oder die Spielindustrie zu konzentrieren, schaut sie auf Gesellschaft, Bildung, Technik und Kultur: Das macht das Buch gleichermaßen spannend für technisch Interessierte wie für soziologisch Neugierige. Das Buch regt zum Umdenken an: Gaming nicht mehr als Problem- oder Randphänomen sehen, sondern als kulturelle und technologische Chance.

 

„The Game is on“ ist ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich mit Gaming-Themen beschäftigen möchten – sei es aus persönlichem Interesse, als Elternteil, als Lehrkraft oder als Fachperson im Medien-/Technologiebereich. Es bietet einen gut strukturierten Überblick über die Potenziale von Videospielen, räumt mit alten Mythen auf und öffnet den Blick für das große Ganze. Wer also Lust hat, Gaming nicht nur zu spielen, sondern auch zu verstehen, bekommt hier einen exzellenten Einstieg.



Ein Muss für Gaming-Interessierte


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