Safe Space
- Jana

- 2. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Sarah Bestgen ist eine deutsche Thrillerautorin, die sich vor allem auf psychologisch dichte Stoffe spezialisiert hat. Ihr Schreiben ist stark geprägt von ihrem fachlichen Hintergrund: Sie hat Psychologie studiert und beruflich in Bereichen gearbeitet, in denen es um menschliches Verhalten, innere Konflikte und extreme Entscheidungssituationen ging. Dieses Wissen spiegelt sich deutlich in ihren Romanen wider. Bekannt wurde sie durch ihren Thriller „Happy End“, „Safe Space“ ist nun ihr neuestes Werk, das mindestens genauso spannend ist!
Ein Thriller hinter Mauern und Masken
„Safe Space“ von Sarah Bestgen ist ein Psychothriller über Vertrauen, Manipulation und die dunklen Seiten der menschlichen Psyche. Im Mittelpunkt steht die forensische Psychologin Anna Salomon, die in einem Hochsicherheitsgefängnis mit besonders gefährlichen Straftätern arbeitet. Sie ist bekannt dafür, selbst hartgesottene Insassen zu durchschauen und hinter ihre Masken zu blicken. Doch hinter ihrer professionellen Fassade verbirgt sich ein persönlicher Antrieb: Das ungeklärte Verschwinden ihrer Schwester Sina lässt ihr keine Ruhe.
Eine Ermittlerin mit eigener Schattenseite
Anna nutzt ihre Position, um in Gesprächen mit Häftlingen und durch interne Recherchen Spuren zu verfolgen, die andere längst aufgegeben haben. Dabei stößt sie auf Widersprüche, verdrängte Wahrheiten und ein Geflecht aus Macht, Angst und gezielter Täuschung. Je tiefer sie gräbt, desto stärker gerät sie selbst ins Visier – von Insassen ebenso wie von Menschen außerhalb der Zellen. Das Gefängnis, das Sicherheit garantieren soll, wird für sie zunehmend zum bedrohlichen Ort.
Psychoduelle statt bloßer Action
Der Thriller setzt weniger auf rasante Verfolgungsjagden, sondern auf psychologische Spannung. Dialoge sind oft wie strategische Duelle aufgebaut. Täterfiguren erscheinen kühl, berechnend und sprachlich präzise — was viele Szenen besonders intensiv macht. Moralische Grauzonen statt klarer Fronten sorgen dafür, dass man als Leser immer wieder neu bewertet, wem man trauen kann.
Spannungsaufbau mit kontrollierter Eskalation
Die Geschichte steigert ihre Spannung schrittweise. Lange wirkt alles kontrolliert — bis sich das Netz aus Täuschung und Gegenmanövern immer enger zieht. Wendungen kommen überraschend, aber nicht willkürlich. Gegen Ende zieht das Tempo deutlich an und mündet in einen nervenaufreibenden Höhepunkt.
Kleine Bremsmomente, viel fachliche Tiefe
Vereinzelt können ausführlichere fachliche oder psychologische Erklärungen den Lesefluss etwas verlangsamen. Gleichzeitig geben gerade diese Passagen dem Thriller Glaubwürdigkeit und Substanz. Wer realistische Einblicke in forensische Denkweisen schätzt, wird das eher als Stärke sehen.

Intensiver Psychothriller mit starkem Setting |





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