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Peregrino (PC)

  • Autorenbild: Jana
    Jana
  • 27. März
  • 2 Min. Lesezeit

„Peregrino“ wirft dich ohne große Vorbereitung in eine düstere, fast schon hoffnungslose Welt. Du bist allein unterwegs, sammelst Ressourcen, kämpfst ums Überleben und versuchst, dich in einer Umgebung zurechtzufinden, die dir von Anfang an feindlich gesinnt ist. Dabei entsteht schnell ein Gefühl von Isolation, das das Spiel bewusst verstärkt.


Die Atmosphäre ist einer der größten Pluspunkte. Alles wirkt ruhig, aber gleichzeitig unheimlich und angespannt. Es gibt keine übertriebene Inszenierung – stattdessen setzt das Spiel auf eine subtile, aber wirkungsvolle Stimmung.


Überleben mit Köpfchen


Im Kern dreht sich alles um Ressourcenmanagement und Planung. Du musst Materialien sammeln, Gegenstände herstellen und darauf achten, dass du vorbereitet bist. Einfach drauflosspielen funktioniert hier kaum, da viele Entscheidungen direkte Auswirkungen haben.



Das Spiel versucht dabei, mehr Tiefe zu bieten als klassische Survival-Titel. Es geht nicht nur darum, zu überleben, sondern auch darum, wie du Entscheidungen triffst und mit den Konsequenzen umgehst. Diese Idee ist spannend, wird aber nicht immer vollständig ausgeschöpft.


Anspruchsvoll, aber nicht immer fair


Der Einstieg ist alles andere als leicht. Viele Mechaniken werden nur oberflächlich erklärt, sodass man sich anfangs eher durchprobieren muss. Das kann motivierend sein, weil man nach und nach versteht, wie alles funktioniert – es kann aber auch frustrierend wirken.

Hinzu kommt, dass sich einige Abläufe etwas träge anfühlen. Bewegungen, Kämpfe und bestimmte Aktionen brauchen Zeit, was zwar zur Atmosphäre passt, aber den Spielfluss verlangsamt. Nicht jeder wird damit warm.


Technisch noch ausbaufähig


Ein deutlicher Schwachpunkt liegt in der technischen Umsetzung. Kleinere Fehler, unsaubere Animationen und gelegentliche Ungereimtheiten stören immer wieder das Spielerlebnis. Nichts davon ist komplett spielzerstörend, summiert sich aber mit der Zeit.

Auch einige Systeme wirken noch nicht ganz ausgereift. Manche Mechaniken fühlen sich eher wie Hindernisse an, statt das Spiel sinnvoll zu bereichern.



Viel Potenzial, noch nicht voll genutzt


„Peregrino“ hat definitiv interessante Ansätze und eine klare Vision. Die düstere Welt, die ruhige Erzählweise und die strategischen Elemente könnten zusammen ein sehr intensives Erlebnis ergeben.


Aktuell wirkt das Spiel jedoch noch wie ein Projekt, das sich weiterentwickeln muss. Viele gute Ideen sind vorhanden, aber nicht alle greifen sauber ineinander.


„Peregrino“ ist ein ungewöhnliches Survival-Spiel, das vor allem durch seine Atmosphäre und seinen ernsten Ton überzeugt. Es hebt sich bewusst von typischen Genrevertretern ab, verlangt dafür aber auch Geduld.


Wer sich auf das langsame, fordernde Gameplay einlässt, kann hier ein intensives Erlebnis finden. Wer hingegen ein rundes und technisch sauberes Spiel erwartet, wird noch einige Schwächen bemerken.




Eine bedrückende Reise ins Ungewisse




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