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King's Subsidy (PC)

  • Autorenbild: Jana
    Jana
  • 14. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. Nov. 2025


Mit "King’s Subsidy" ist Anfang November 2025 ein Indie-Titel erschienen, der frischen Wind in das Genre der Wirtschaftssimulationen bringen soll. Entwickelt vom Einzelentwickler Marcin Henzel, kombiniert das Spiel klassische Ressourcenverwaltung mit modernen Rogue-Lite-Elementen – und das alles in einem glaubhaft inszenierten mittelalterlichen Setting, das ohne Kriege und Eroberungszüge auskommt. Statt Schwerter zu schwingen, feilst du an Handelsstrategien, stellst Waren her und versuchst, dich trotz königlicher Steuern über Wasser zu halten.


Das Grundprinzip klingt einfach, entpuppt sich aber schnell als tiefgründiger als erwartet: Du schlüpfst in die Rolle eines Händlers, der sich durch kluge Entscheidungen ein Wirtschaftsimperium aufbauen will. Dabei wählst du zwischen vier verschiedenen Charakteren, die jeweils eigene Fähigkeiten mitbringen und somit unterschiedliche Spielstile erlauben.


Du errichtest Werkstätten, erschließt Rohstoffquellen, entwickelst neue Produkte und versuchst, dein Einkommen zu maximieren. Insgesamt bietet das Spiel über 60 Handwerksrezepte – von einfachen Werkzeugen bis hin zu komplexen Warenketten. Wer mag, kann sogar Münzen prägen, eigene Handelsrouten planen und mit dem Hofstaat verhandeln.



Doch der König schläft nie. Seine Subventionen und Steuern sind unberechenbar, Ereignisse können deinen Aufstieg fördern – oder abrupt beenden. Genau dieser ständige Balanceakt macht King’s Subsidy so interessant: Erfolg hängt nicht nur von Planung, sondern auch von der Fähigkeit ab, auf unvorhersehbare Situationen zu reagieren.


Jeder Spieldurchlauf beginnt neu – mit anderen Ressourcen, anderen Startbedingungen und zufälligen Ereignissen. Dieser Rogue-Lite-Ansatz sorgt für hohen Wiederspielwert. Kein Versuch gleicht dem anderen, was immer wieder dazu motiviert, neue Strategien zu testen.

Das Spielgefühl erinnert dabei entfernt an Klassiker wie Patrician oder Anno, aber mit dem nervenkitzelnden Zufallssystem eines Slay the Spire oder Darkest Dungeon. Wer Freude daran hat, mit begrenzten Mitteln das Maximum herauszuholen, wird sich hier schnell festbeißen.

 

Präsentation und Atmosphäre


Optisch zeigt sich King’s Subsidy als typischer Indie-Titel mit klarer, funktionaler Grafik. Die Welt ist übersichtlich, Menüs sind verständlich, und die Musik trägt viel zur mittelalterlichen Stimmung bei. Zwar erreicht das Spiel nicht den audiovisuellen Bombast eines AAA-Titels, punktet dafür aber mit Charme und einer glaubwürdigen Atmosphäre.



Trotz vieler starker Ideen ist King’s Subsidy kein perfektes Spiel. Einige Systeme wirken noch etwas unausgereift, und die Balance zwischen Zufall und Strategie kippt gelegentlich zu stark in Richtung Glück. Auch die grafische Präsentation bleibt im Indie-Rahmen – funktional, aber ohne große Wow-Momente. Wer jedoch bereit ist, diese Ecken und Kanten als Teil des Indie-Charmes zu akzeptieren, findet hier ein äußerst durchdachtes Konzept mit viel Raum für Experimente.

 

King’s Subsidy ist ein kleiner, aber feiner Titel, der viel Mut beweist. Statt auf Kampf oder Eroberung setzt das Spiel auf kluges Denken, Ressourcenmanagement und ökonomisches Gespür. Der stetige Wechsel aus Risiko und Belohnung sorgt für Spannung, und die zufallsgenerierten Ereignisse machen jeden Durchlauf einzigartig. Dabei ist das Spiel natürlich kein Mainstream-Hit, sondern eher ein Liebhabertitel für Tüftler, Strategen und Wirtschaftsfans, die gerne Neues entdecken.




Ein Geheimtipp für Strategen




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