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Gedonia 2 (PC)

  • Autorenbild: Jana
    Jana
  • 9. März
  • 2 Min. Lesezeit



Mit „Gedonia 2“ kehrt ein Indie-Rollenspiel zurück, das sich klar an Fans klassischer Open-World-Abenteuer richtet. Der Titel befindet sich aktuell im Early Access, wirkt dabei aber bereits erstaunlich ambitioniert. Statt auf cineastische Inszenierung setzt das Spiel auf spielerische Freiheit, Charaktervielfalt und eine offene Welt, die zum Erkunden einlädt.


Eine offene Welt mit echtem Entdeckergefühl


Schon früh wird deutlich, dass „Gedonia 2“ vor allem eines sein möchte: ein Abenteuer, das man auf eigene Weise erlebt. Die Welt ist weitläufig und lädt dazu ein, Wälder, Ebenen, Höhlen und Siedlungen in eigenem Tempo zu entdecken. Man ist nicht permanent an eine strikte Hauptquest gebunden, sondern kann Nebenaufgaben annehmen oder sich einfach treiben lassen.


Diese Freiheit sorgt für ein angenehmes Spielgefühl. Entscheidungen wirken sich aus, Kämpfe lassen sich unterschiedlich angehen, und man hat stets das Gefühl, selbst den Weg durch die Welt zu bestimmen.


Charakterentwicklung mit viel Spielraum


Ein großer Pluspunkt ist das flexible Fähigkeiten- und Charaktersystem. Bereits zu Beginn legt man eine Richtung fest, doch im Verlauf eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten zur Spezialisierung. Ob Magier, Nahkämpfer oder Mischform – verschiedene Spielstile fühlen sich tatsächlich unterschiedlich an.



Gerade Rollenspielfans, die gerne Builds ausprobieren und mit Fähigkeiten experimentieren, kommen hier auf ihre Kosten. Die Progression motiviert und vermittelt das Gefühl, dass jede Entscheidung beim Verteilen der Punkte Gewicht hat.


Technik und Präsentation mit deutlichen Schwächen


So viel spielerisches Potenzial vorhanden ist, so deutlich werden auch die technischen Grenzen. Grafisch bleibt „Gedonia 2“ hinter heutigen Standards zurück. Texturen wirken teilweise simpel, Animationen etwas steif und insgesamt merkt man, dass hier kein großes Budget zur Verfügung stand. In einer Zeit, in der selbst kleinere Studios visuell beeindruckende Welten erschaffen, hätte man sich hier mehr Modernität gewünscht.


Hinzu kommt ein weiterer klarer Minuspunkt: Das Spiel ist nicht auf Deutsch verfügbar. Für Spielerinnen und Spieler, die Rollenspiele gerne vollständig verstehen und in ihrer Muttersprache erleben möchten, ist das eine spürbare Einschränkung. Gerade bei Dialogen und Quests kann die Sprachbarriere den Zugang erschweren.



Early Access mit Potenzial


Man spürt an mehreren Stellen, dass sich das Spiel noch in Entwicklung befindet. Kleinere Bugs, unfertige Elemente und Balancing-Fragen gehören aktuell dazu. Dennoch ist das Fundament stabil. Die Mechaniken greifen ineinander, und die Welt bietet genügend Inhalt, um viele Stunden zu investieren.


Koop als motivierende Ergänzung


Ein Highlight ist die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen zu spielen. Der Koop-Modus bringt zusätzliche Dynamik ins Abenteuer und macht Erkundung sowie Kämpfe im Team besonders unterhaltsam. Zusammen entfaltet das Spiel noch einmal eine andere Energie.


Zwischen klassischem Rollenspiel und moderner Freiheit


„Gedonia 2“ ist ein ambitioniertes Indie-Rollenspiel mit viel Freiheit und einem starken Fokus auf Charakterentwicklung. Spielerisch überzeugt das Konzept, doch technisch bleibt der Titel hinter heutigen Möglichkeiten zurück. Die fehlende deutsche Sprachversion und die grafischen Schwächen trüben das Gesamtbild zusätzlich. Wer darüber hinwegsehen kann und Freude an offenen Rollenspielwelten hat, findet hier dennoch ein Projekt mit Herz und spürbarem Potenzial.





Interessantes Early-Access-Rollenspiel mit Luft nach oben





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