Escape Room 2
- Jana

- 7. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

„Escape Room 2“ ist die Fortsetzung des erfolgreichen Horror-Thrillers, in dem eine Gruppe Fremder in tödliche Rätselräume gesperrt wird. Der Film setzt erneut auf ein Konzept, das bereits im ersten Teil für Nervenkitzel sorgte: clever gestaltete Fallen, psychologische Spannung und ein Wettlauf gegen die Zeit. Rein visuell gelingt es den Machern, die Räume weiterhin eindrucksvoll und abwechslungsreich zu inszenieren. Die Kameraführung und die düstere Atmosphäre erzeugen einige Momente, in denen die Spannung spürbar ist.
Auf ein Neues…
Zoey und Ben haben die tödlichen Escape Rooms der Minos Corporation aus dem ersten Film gerade so überlebt. Sie wollen nun herausfinden, wer hinter den grausamen Spielen steckt und warum sie ausgewählt wurden. Doch kaum beginnen sie ihre Nachforschungen in New York, geraten sie erneut in eine tödliche Falle: Eine scheinbar harmlose Situation entpuppt sich als weiterer Escape Room voller tödlicher Rätsel.
Diesmal sind sie nicht allein: Weitere Überlebende aus früheren Minos-Spielen werden zusammengebracht, wodurch der Film zu einem „Turnier der Champions“ wird. Gemeinsam müssen sie von Raum zu Raum hetzen, Rätsel lösen und tödliche Fallen überwinden, um zu überleben…
Story und Logikprobleme
Leider zeigt die Handlung schnell ihre Schwächen. Schon zu Beginn wirkt die Story bemüht konstruiert, um die Charaktere in die typischen Falle-Situationen zu bringen. Vieles im Plot ist vorhersehbar, und die Motivation der Figuren wirkt oft flach. Außerdem stolpert der Film an mehreren Stellen über logische Lücken: Entscheidungen der Protagonisten erscheinen willkürlich, und manche Rätsel oder Fallen folgen nicht immer einem nachvollziehbaren Muster. Das nimmt dem Film gelegentlich die Immersion, besonders für Zuschauer, die beim ersten Teil die clevere Rätselstruktur schätzten.
Figuren und Charakterentwicklung
Die Charaktere bleiben weitgehend stereotyp. Neben einigen wiederkehrenden Figuren aus dem ersten Film bietet die Fortsetzung nur wenige neue, erinnerungswürdige Persönlichkeiten. Tiefergehende Entwicklungen oder emotionale Bindungen zu den Figuren werden nur oberflächlich angedeutet, sodass die Gefahrensituationen weniger intensiv wirken. Man merkt deutlich, dass die Spannung stark auf den Inszenierungen der Räume beruht, weniger auf den menschlichen Dramen dahinter.
Action und Inszenierung
Auf der positiven Seite punktet „Escape Room 2“ mit teilweise eindrucksvoll gestalteten Räumen und Fallen. Die Sets sind kreativ, die Kamera erzeugt Nervenkitzel, und die Szenen sind temporeich geschnitten. Allerdings wirkt manches übertrieben inszeniert, sodass der Film zeitweise wie eine Aneinanderreihung von Action-Sequenzen wirkt, ohne dass der Zuschauer emotional richtig involviert wird. Der Horror-Effekt leidet darunter, dass der Film sich zu sehr auf spektakuläre, visuelle Momente konzentriert.
Nervenkitzel mit Abstrichen
„Escape Room 2“ bietet also solide Spannung und visuell ansprechende Fallen, doch die Story, die Logik der Rätsel und die flachen Figuren schwächen das Gesamterlebnis spürbar. Wer den ersten Teil mochte, findet auch hier einige nervenaufreibende Momente, doch für Zuschauer, die sich eine konsistente Handlung und tiefere Charakterentwicklung wünschen, bleibt der Film eher enttäuschend. Insgesamt ist es ein unterhaltsamer, aber etwas oberflächlicher Thriller, der mehr auf Effekte als auf Substanz setzt.

Unterhaltsamer, aber oberflächlicher zweiter Teil |
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