Tales of the Shire (PC)
- Jana

- 20. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Tales of the Shire versucht, das entspannte Leben im Auenland als Wohlfühlsimulation einzufangen. Optisch gelingt das Spiel diese Atmosphäre durchaus – doch spielerisch bleibt überraschend wenig übrig. Hinter dem warmen, charmanten Look verbirgt sich ein sehr seichtes Erlebnis, das nur kurze Zeit motiviert.
Schöne Optik, aber wenig dahinter
Die grafische Präsentation ist eindeutig die größte Stärke des Spiels. Farben, Animationen und Charakterdesigns vermitteln das Gefühl, wirklich unter Hobbits zu leben. Allerdings nutzt sich dieser erste Zauber schnell ab. Die Welt wirkt auf Dauer zu klein, zu eingeschränkt und erstaunlich leblos. Trotz des legendären Tolkien-Settings bleibt der Wow-Effekt aus, weil echte Entdeckungen oder dynamische Ereignisse schlicht fehlen.

Repetitives Gameplay ohne echte Entwicklung
Der Gameplay-Loop besteht im Kern aus Sammeln, Kochen, Dekorieren und kleinen Nebenaufgaben. Diese Tätigkeiten machen anfangs Spaß, doch es fehlt ihnen an Variation und Tiefe. Neue Rezepte, Werkzeuge oder Aufgaben bieten kaum strategische Entscheidungen oder spürbare Fortschritte. Schon nach wenigen Spielstunden stellt sich das Gefühl ein, ständig dasselbe zu tun – nur mit leicht veränderten Zutaten.
Auch das soziale System bleibt oberflächlich. Zwar interagiert man mit verschiedenen NPCs, aber Dialoge wiederholen sich, Beziehungen entwickeln sich kaum, und Entscheidungen haben keine sichtbaren Konsequenzen. Dadurch verliert die Welt schnell ihre Glaubwürdigkeit und wirkt eher wie eine Kulisse.

Technische Schwächen trüben das Erlebnis
Obwohl Tales of the Shire kein besonders anspruchsvolles Spiel ist, läuft es nicht immer rund. Kleinere Ruckler, Animationen, die hängen bleiben, sowie gelegentliche Bugs in Menüs und Inventaren stören den Spielfluss. Nichts davon ist spielentscheidend, aber zusammengenommen sorgt es dafür, dass selbst die entspannte Stimmung nicht richtig wirken kann.

Ein Spiel nur für sehr geduldige Hobbit-Fans
Am Ende ist Tales of the Shire ein charmantes, aber extrem oberflächliches Wohlfühlspiel. Wer sich mit einer heißen Tasse Tee in eine entschleunigte Welt fallen lassen möchte und ein großer Tolkien-Fan ist, kann ein paar gemütliche Stunden darin verbringen. Wer jedoch ein abwechslungsreiches Simulationserlebnis, Fortschrittssysteme oder eine lebendige Welt erwartet, wird enttäuscht zurückgelassen.

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