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Parting Shadows (PC)

  • Autorenbild: Jana
    Jana
  • 17. Juni
  • 2 Min. Lesezeit


Mit „Parting Shadows“ erwartet Spielerinnen und Spieler ein Rollenspiel, das ganz klar die Geschichte in den Mittelpunkt stellt. Statt riesiger Spielwelten oder actionreicher Echtzeitkämpfe setzt das Spiel auf verzweigte Erzählstränge, schwerwiegende Entscheidungen und Charaktere, deren Schicksal maßgeblich von den eigenen Handlungen beeinflusst wird. Die Ausgangslage klingt dabei zunächst simpel: Drei Fremde treffen in einer Taverne aufeinander. Was daraus entsteht, liegt vollständig in den Händen der Spielenden.


Eine Geschichte voller Entscheidungen


Der größte Reiz von „Parting Shadows“ liegt in seinen Verzweigungen. Entscheidungen haben spürbare Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Handlung und führen zu unterschiedlichen Ereignissen oder sogar komplett anderen Wegen durch die Geschichte. Verrat, Geheimnisse und moralische Grauzonen sorgen dafür, dass man sich immer wieder fragt, wem man vertrauen kann.



Dadurch besitzt das Spiel einen hohen Wiederspielwert, denn ein zweiter oder dritter Durchgang kann ganz neue Perspektiven auf die Geschichte eröffnen.


Sehr textlastig und nur auf Englisch verfügbar


Wer sich auf „Parting Shadows“ einlässt, sollte jedoch wissen, dass es sich um ein äußerst textlastiges Spiel handelt. Ein Großteil des Erlebnisses besteht aus Dialogen, Beschreibungen und Entscheidungen. Das ist einerseits die große Stärke des Titels, kann aber Spielerinnen und Spieler abschrecken, die lieber ein schnelleres Gameplay bevorzugen.


Hinzu kommt, dass das Spiel derzeit leider ausschließlich auf Englisch verfügbar ist. Gerade aufgrund der vielen Texte und teils komplexen Dialoge können Spieler mit geringeren Englischkenntnissen Schwierigkeiten haben, der Handlung vollständig zu folgen.



KI-generierte Grafiken sorgen für gemischte Gefühle


Die Kämpfe laufen klassisch rundenbasiert ab. Das passt grundsätzlich gut zum erzählerischen Ansatz des Spiels und erlaubt taktische Überlegungen statt hektischer Reaktionen.


Ein Punkt, der durchaus kritisch betrachtet werden kann, ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Erstellung der visuellen Inhalte. Laut Entwickler wurden Charakterporträts, Hintergründe der Kämpfe sowie Werbegrafiken mithilfe von KI-Bildgeneratoren wie Midjourney erstellt. Die eigentliche Spielentwicklung – darunter Geschichte, Gameplay, Programmierung und Musik – stammt hingegen von Menschen.

Dennoch hinterlässt der starke Einsatz von KI einen zwiespältigen Eindruck. Gerade Fans handgezeichneter oder individuell gestalteter Grafiken könnten sich daran stören, dass ein wesentlicher Teil der visuellen Präsentation nicht klassisch von Künstlern erstellt wurde. Die KI-Bilder erfüllen zwar ihren Zweck, wirken stellenweise aber etwas generisch und nehmen dem Spiel ein Stück seiner eigenen Identität.




Nettes Story-RPG, aber mit viel zu viel KI




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