My Tiny Room (PC)
- Jana

- 25. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit

My Tiny Room wirkt auf den ersten Blick wie ein gemütliches, kleines Wohlfühlspiel, das mit minimalistischer Grafik, weichen Farben und ruhiger Gestaltung punktet. Die Idee, einen winzigen Raum harmonisch einzurichten, hat durchaus Charme – doch sobald man ein wenig tiefer eintaucht, merkt man schnell, dass das Spiel hinter seiner liebevollen Präsentation auch klare Schwächen verbirgt.
Schöne Stimmung, aber kaum Entwicklung
Die Atmosphäre ist zweifellos der stärkste Aspekt. Das Spiel vermittelt ein angenehmes, fast meditatives Gefühl und eignet sich gut für kurze Pausen. Doch gerade diese Harmonie wirkt nach einer Weile erstaunlich oberflächlich. Es gibt kaum Variation, keine echte Weiterentwicklung und keine neuen Impulse, die das Spielerlebnis frisch halten. Dadurch nutzt sich das ruhige Grundprinzip schneller ab, als man es bei einem Cozy-Game erwarten
würde.

Eingeschränktes Gameplay ohne echte Herausforderung
Spielerisch konzentriert sich My Tiny Room fast ausschließlich auf das Platzieren von Möbeln und Dekorationen in einem einzigen kleinen Zimmer. Was zunächst nach kreativer Freiheit klingt, stellt sich im Laufe der Zeit als sehr begrenzt heraus. Der Raum bleibt immer gleich, die Möglichkeiten sind überschaubar, und das Puzzle-Element ist minimal. Wer sich auf anspruchsvolle Rätsel, clevere Mechaniken oder zumindest ein leicht steigendes Level an Komplexität freut, findet hier praktisch nichts davon. Das Spiel wirkt eher wie eine ruhige, aber sehr einfache Bastelübung – und weniger wie ein vollwertiges Puzzle-Spiel.
Viel Stil, aber wenig Substanz
Optisch überzeugt das Spiel mit einem liebevollen Stil, doch dahinter fehlt spürbar der Inhalt. Es gibt keine Geschichte, keine langfristige Motivation und keinen echten Fortschritt. Die anfängliche Freude am Dekorieren hält nur kurz, weil man schnell alle Elemente gesehen und alle Optionen ausprobiert hat. Danach bleibt wenig übrig, das einen zurücklockt. Auch die Katze, die als „Raumwächterin“ beworben wird, ist eher ein nettes Gimmick als ein Spielbestandteil, der wirklich etwas verändert.

My Tiny Room ist ein angenehm gestaltetes, ruhiges Spiel, das für ein paar Minuten Entspannung gut funktioniert. Doch es fehlt an Tiefe, Abwechslung und spielerischem Anspruch, sodass es sich kaum langfristig trägt. Für Cozy-Fans, die wirklich nur ein paar entspannte Klicks suchen, ist es ein nettes kleines Projekt. Für alle anderen – besonders jene, die bei „Puzzle-Spiel“ an cleveres Design oder mehrstufige Herausforderungen denken – wird es vermutlich zu dünn sein.

Hübsch, entspannend – aber sehr kurzlebig |
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