Lost but Found (PC)
- Jana

- 10. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als wenn man einen Gegenstand verliert, der einem wirklich wichtig ist. Erst sucht man verzweifelt – und wenn er nirgends zu finden ist? Ab zum Fundbüro! Genau dort spielt sich das neue Indie-Spiel Lost but Found von Rogue Duck Interactive ab.
Simples, aber unterhaltsames Spielprinzip
Das Spiel präsentiert sich auf den ersten Blick als charmante kleine Simulation, die mit einer originellen Idee punktet: Man arbeitet im Fundbüro eines Flughafens, sortiert verlorene Gegenstände, bearbeitet Anfragen und versucht, Ordnung ins tägliche Chaos zu bringen. Doch hinter dieser spannenden Prämisse steckt leider weniger Tiefe, als man zunächst erwarten würde.

Das Gameplay ist leicht verständlich: Auf einem Förderband rollen ununterbrochen Gegenstände vorbei – vom Kuscheltier bis zum Laptop. Diese müssen auf dem Tisch abgelegt und schließlich an ihre Besitzer zurückgegeben werden. Wer möchte, kann dabei sogar moralisch fragwürdige Wege einschlagen: Statt ehrlich zu bleiben, lassen sich gefundene Objekte auf dem Schwarzmarkt verkaufen, um zusätzliches Geld zu verdienen. Mit dem Gewinn kann man das Fundbüro aufrüsten – etwa durch größere Tische oder nützliche Werkzeuge, die die Arbeit effizienter machen.
Zu Beginn wählt man den Spielmodus: von gemütlich bis hektisch. Schon im normalen Modus kann es ordentlich drunter und drüber gehen, was für ein überraschend schnelles Zeitmanagement-Erlebnis sorgt.
Atmosphäre trifft auf Monotonie
Was Lost but Found besonders macht, ist sein fast schon „cozy“ Charakter. Das Sortieren, Warten und Reagieren wirkt beruhigend – perfekt für kurze, entspannte Gaming-Sessions. Leider nutzt sich dieses Gefühl nach ein paar Stunden ab. Die Aufgaben wiederholen sich, Abwechslung bleibt rar, und die wirtschaftlichen Elemente sind nicht konsequent durchdacht.

Auch technisch gibt es Luft nach oben: kleinere Bugs, ungenaue Steuerung und teils lange Ladezeiten stören das ansonsten solide Spielerlebnis. Grafisch ist das Spiel in Ordnung, aber keine Augenweide – eher funktional als beeindruckend.
Lost but Found ist kein schlechtes Spiel, aber auch keines, das lange fesselt. Die Grundidee eines Flughafens-Fundbüros ist erfrischend anders, das Gameplay beruhigend und angenehm simpel. Wer kurze Casual-Sessions oder Cozy-Games mag, wird hier seinen Spaß finden. Wer es hektisch mag, aber genauso. Doch Spieler, die mehr Tiefe, Abwechslung oder Story erwarten, werden bald merken: Die Motivation geht genauso schnell verloren wie die Fundstücke selbst.

Charmante Idee, aber begrenzter Spielspaß |
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